KI als Chance
Fachinfo #010

KI-Einsatz: Kostspieliges Nachbessern vermeiden

Nach dem Motto „done is better than perfect“ haben viele Unternehmen bereits erste KI-Werkzeuge produktiv im Einsatz. Der Fokus liegt dabei meist auf Geschwindigkeit, Effizienz und Innovation – und weniger auf einer strukturierten KI-Compliance.

Das ist nachvollziehbar – kann aber kostspielig werden. Fehlende Dokumentation, unklare Verantwortlichkeiten oder nicht geprüfte Datenschutz- und KI-VO-Anforderungen führen häufig dazu, dass KI-Projekte aufwendig nachgebessert werden müssen. Diese Nacharbeiten sind nicht nur teuer, sondern bremsen auch die Skalierung von KI-Anwendungen im Unternehmen.

Die gute Nachricht: Schon mit wenigen grundlegenden Maßnahmen lassen sich viele Risiken frühzeitig minimieren.

Schritt 1: KI-Check frühzeitig durchführen

Bereits bei der Auswahl und Einführung eines KI-Systems sollten die relevanten regulatorischen Rahmenbedingungen geprüft werden. Dazu gehören insbesondere

  • datenschutzrechtliche Anforderungen,
  • Fragen des Urheberrechts,
  • Vorgaben der EU KI-Verordnung (KI-VO),
  • Anforderungen an Transparenz und Dokumentation sowie
  • Anforderungen der DORA und Informationssicherheit.

Ein strukturierter KI-Check hilft dabei, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und spätere kostspielige Anpassungen
zu vermeiden.

Schritt 2: Dokumentation von Anfang an

KI-Compliance beginnt mit der Erfassung des KI-Inventars. Dazu zählen insbesondere

  • Einsatzbereiche,
  • Verantwortliche,
  • verarbeitete Daten,
  • Datenströme,
  • Zweck der Nutzung sowie
  • relevante technische und organisatorische Maßnahmen.

Gerade bei dynamischen KI-Projekten gilt: Was von Anfang an sauber dokumentiert wird, muss später nicht mühsam rekonstruiert werden.

Die Informationen aus dem KI-Inventar sind sehr hilfreich für die Dokumentation des KI-Registers. Eine nachvollziehbare Dokumentation schafft Transparenz und erleichtert sowohl interne Governance-Prozesse als auch den Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden.

KI-Einsatz

Schritt 3: Verantwortlichkeiten intern klären

Die EU KI-Verordnung legt besonderen Wert auf ein angemessenes Risikomanagement und klar geregelte Verantwortlichkeiten beim Betrieb von KI-Systemen. Deshalb sollten Rollen, Entscheidungswege und Kontrollmechanismen nicht erst im laufenden Betrieb festgelegt werden. Definieren Sie frühzeitig die Verantwortlichkeiten für

  • KI-Compliance,
  • Datenschutz,
  • IKT-Risikokontrolle und Informationssicherheit,
  • Risikomanagement,
  • technische Umsetzung sowie für
  • operative Nutzung und Kontrolle von KI-Systemen.

Klare Verantwortlichkeiten sorgen dafür, dass Risiken früh erkannt, Anforderungen rechtzeitig umgesetzt und KI-Projekte effizient gesteuert werden können.

Fazit

Wer KI-Projekte frühzeitig strukturiert und complianceorientiert aufsetzt, vermeidet spätere und oftmals teure Nacharbeiten. Ein frühzeitiger KI-Check, eine belastbare Dokumentation sowie klare interne Verantwortlichkeiten bilden die Grundlage für einen nachhaltigen und rechtssicheren KI-Einsatz.

So entstehen nicht nur regulatorische Sicherheit und Transparenz, sondern auch stabile Voraussetzungen für die langfristige Skalierung von KI im Unternehmen.

KI als Chance

Sie brauchen Unterstützung in der sicheren Anwendung der KI-Verordnung? Sie erwägen, einen KI-Beauftragten für Ihr Haus einzurichten, um einen sicheren Einsatz von KI zu gewährleisten? Unsere Mitarbeitenden sind bereits als KI-Beauftragte zertifiziert. Wir begleiten, beraten und schulen Sie in allen regulativen Fragen zum Einsatz von KI-Produkten.

Erfahren Sie mehr zu unseren Unterstützungsangeboten in der KI-Compliance.

Bleiben Sie auf dem Laufenden und registrieren sich jetzt für die KI-Fachinfo.

Sie haben Fragen ?

Wir unterstützen Sie gerne bei der Auswahl und dem 
Einsatz von KI-Anwendungen.

Benjamin Wellnitz

Benjamin Wellnitz
Bereichsleiter IKT-Compliance & Datenschutz
Telefon: 069 580024-246
E-Mail: benjamin.wellnitz@dz-cp.de

Kontakt

Wird geladen